Burg und Kloster

Der Zusammenhang von Burgen und Klöstern ist meist einfach zu erklären: Ein Kloster war auf militärischen Schutz angewiesen, und daher findet sich in der Nähe von Klöstern auch meist eine (Schutz-)Burg. Diese stand meist unter der Verwaltung des Klostervogtes. Als Beispiele können hier die Burgen (Neu-)Bolanden beim Kloster Hane, Pfalz, die Burgen Schlössel bzw. Landeck beim Kloster Klingenmünster, Pfalz und die Starkenburg als Schutz für das Kloster Lorsch, Hessen dienen.

Burg Landeck, Wikimedia, User BlueBreezeWiki, Original, CC ShareAlike 3.0

Viele Adelshäuser und später auch der aus der Ministerialität hervorgegangene Niederadel stifteten Klöster für ihr Seelenheil und das ihrer Familie. Klöster wurden aber auch zur Unterbringung nicht erbberechtigter Kinder benutzt. Für deren Aufnahme flossen teils erhebliche Schenkungen dem jeweiligen Kloster zu.

Es gab auch Klöster, welche selbst ziemlich wehrhaft erbaut wurden wie das Kloster Maulbronn:

Kloster Maulbronn, Wehrturm und Mauer, Eigene Aufnahme

Wie sie sehen, gab es enge Verbindungen zwischen Burgen und Klöstern. Auch der Klerus, ja sogar der Papst unterstützten Klöster, in dem sie diese unter ihren Schutz nahmen (Erzbischöfe), und auch die Könige und Kaiser nahmen Klöster unter ihren Schutz auf oder vergaben Vergünstigungen wie Zollfreiheit und Ähnliches.

Auch im Zuge des Herrschafts- und Landesausbaus waren Klöster wichtig. Es war gängige Praxis, in Rodungsgebieten Klöster anzusiedeln, welche dann das umliegende Land urbar machten, so dass dieses dann besiedelt werden konnte.

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