Burgentipps

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Burg Randeck

Über dem Alsenztal bei Mannweiler-Cölln erheben sich in Randlage (daher wohl auch der Name) die Reste der Burg Randeck. Die Burg wurde Ende des 12. Jh. erbaut. 1202 nennt sich erstmals ein Heinrich von Randeck nach der Burg. Die heutigen, leider geringen Reste blieben nach der Zerstörung im Jahre 1690 durch die Franzosen.

Ringmauer, im Hintergrund das Alsenztal

Von |2019-09-02T09:34:35+01:00September 2nd, 2019|Donnersbergkreis|0 Kommentare

Burgruine Moschellandsburg

Oberhalb von Obermoschel auf dem Landsberg gelegen, zeigen die Reste der Burg Landsburg (auch Moschellandsburg genannt) auch heute noch die einstige Größe und Wehrhaftigkeit der Anlage. Eventuell bereits im 12. Jh. erbaut, wird die Burg 1255 erstmals urkundlich erwähnt. Damals war sie als Wormser Lehen im Besitz der Grafen von Veldenz.Wie viele andere Burgen wurde die Landsburg 1689 im pfälzischen Erbfolgekrieg besetzt und später zerstört.

Moschellandsburg Bergfried, auch „Großer Turm“ genannt.

Von |2019-09-02T09:23:26+01:00September 2nd, 2019|Donnersbergkreis|0 Kommentare

Burgruine Stauf

Vermutlich ist diese Ruine, von der sich heute kaum noch Reste finden lassen, eine der ältesten Burgen der Pfalz. Sie hat eventuell schon im Jahre 1012 als „stoufenburc“ bestanden. Ursprünglich bestand die Burg aus einer Vorburg, einer Unter- und einer Oberburg.

Zerstört wurde die Burg im Bauernkrieg 1525. Die Vorburg, welche sich zu einem großen Teil im Ort befunden haben mag, wurde mittlerweile überbaut. Ein Kinderheim, welches in der Nähe der Burg errichtet wurde, zerstörte wohl ebenfalls einen Teil der Mauern und Türme der Vorburg. Die Oberburg fiel dem Versuch zum Opfer, 1934 auf dem Berg eine Thing-Stätte zu errichten. Mit etwas Mühe kann man allerdings noch einen Hügel erkennen, auf welchem wohl die erste Burg, noch als Holzburg errichtet worden war.

Von |2019-08-25T17:16:50+01:00August 25th, 2019|Donnersbergkreis|0 Kommentare

Burg Hohenfels

Burg Hohenfels im Langental am Südhang des Donnersbergs wird erstmals 1189 im Lehnsbuch Werner II. von Bolanden erwähnt. Er besitzt die Hälfte der Burg zu Lehen von der Abtei Prüm in der Eifel. Diese hatte bereits 835 den Königshof Albisheim/Pfrimm mit Grundbesitz von Ludwig dem Frommen geschenkt bekommen.

Diese Pfründe erwiesen sich als ziemlich einträglich, da im Langental schon unter den Römern Eisenabbau und-verhüttung nachgewiesen ist. Vermutlich zum Schutz der Eisengewinnung diente die Burg Hohenfels.

Zerstört wurde die Burg von den Grafen von Veldenz und Sponheim zusammen mit einem Aufgebot der Städte Speyer und Worms im Jahre 1351. Sie wurde nicht wieder aufgebaut und diente nur noch als Pfandobjekt. Es ist daher nur wenig erhalten. Bei bisherigen Untersuchungen der Burgstelle wurden hochwertig verzierte Spolien und weiteres Material gefunden, welches auf eine nicht geringe Wohnkultur hinweist. Eine genauere, archäologische Untersuchung unterblieb bisher.

Von |2019-08-25T16:37:54+01:00August 25th, 2019|Donnersbergkreis|0 Kommentare

Burg Falkenstein

Die Burg wurde wohl vor 1135 erbaut, aber in diesem Jahr erstmals urkundlich erwähnt. Vor 1233 starb das Geschlecht der Falkensteiner aus und die Burg fiel als „Erbmasse“ an die Herren von Bolanden, welche durch Heirat einer Tochter Werners II. von Bolanden mit Hunfried von Falkenstein verschwägert waren. Philipp von Bolanden nennt sich seit 1233 „von Falkenstein“ und erbte wohl auch das Reichstruchsessenamt von den Falkensteinern.

1271 wird anlässlich einer Teilung innerhalb der Familie Bolanden eine Burg Falkenstein erwähnt, allerdings existierte damals auch (Neu-) Falkenstein im Hessischen.

Die Burg liegt auf einem Felsen westlich des Dorfes Falkenstein am Donnersberg. Schild- und Ringmauer sowie der Palas sind in Teilen erhalten. Unter dem vermuteten Bergfried (nur noch geringe Reste vorhanden) befindet sich eine ehemalige Zisterne mit einem aus dem Felsen gehauenen Schacht, welcher wohl der Wasserförderung diente.

Leider wurde der Halsgraben verfüllt und dient heute als Freilichtbühne.

Die Burgruine lohnt auf jeden Fall einen Besuch, zumal man diesen mit einer Besichtigung der Bergbau-Erlebniswelt in Imsbach verbinden kann.

Von |2019-08-24T13:01:54+01:00August 24th, 2019|Donnersbergkreis, Rheinland-Pfalz|0 Kommentare

Burgruinen im Donnersbergkreis

Burgen im Bereich Donnersberg

Der Donnersbergkreis beherbergt leider nicht viele Burgen oder Ruinen, allerdings spielten diese wenigen eine große Rolle im Mittelalterlichen Leben. Auf der unten stehenden Karte sind sie mit ihrem Standort markiert. Abgegangene Burgen werden hier nicht erwähnt, jedoch sind auch Anlagen mit nur geringen Resten markiert. Ein Klick auf die Markierung sollte eine Seite zur Burgruine öffnen, falls dies nicht klappen sollte, bitte Nachricht unter Kontakt.

Momentan sind nur wenige Links aktiv, ich werde diesen Text entfernen, sobald alle funktionieren.

Von |2019-08-25T16:45:43+01:00August 24th, 2019|Donnersbergkreis|0 Kommentare

Gross und mächtig

Groß und mächtig, das sind die Attribute, die viele Burgbesucher interessant finden. Im Gegensatz zu den kleinen Anlagen (siehe Klein aber mein) machen die größeren Anlagen einfach auch mehr her. Meist ist es die Umbaute Fläche, die beeindruckt, manches Mal aber auch die Größe einzelner Bauteile. Jeder Burgbesucher kennt die Situation: Man hat sich einen Berg hinaufgequält (je nach Kondition) und steht dann vor einem mächtigen Bauwerk, das einen erschauern lässt. Nebenstehend ein Beispiel, der Zugangsbereich der Hardenburg, RLP, Bad Dürkheim.

Erkennbar sind einige Umbauten, so wurde beispielsweise das Tor stark verkleinert, links davon ist eine Baufuge zu erkennen und weiter oben ist erkennbar, dass der Verbindungsbau, die so genannte „Große Kommunikation“, erst später entstand und komplett gemauert ist.

Die Hardenburg, eine Gründung der Grafen von Leiningen, wurde auf Grund und Boden des benachbarten Klosters Limburg erbaut. Dies führte immer wieder zu Streitigkeiten mit den Mönchen der Abtei. Diese wurden zwar beigelegt, flammten aber immer wieder auf. Im Zuge des „Landshuter Erbfolgekriegs“ wurde im August 1504 das Kloster von Emich (IX.) von Leiningen-Hardenburg niedergebrannt und nahezu komplett zerstört.

Die Hardenburg selbst überstand fast unbeschadet (Teile der Festungswerke wurden 1692 von französischen Truppen zerstört) bis 1794. Es waren abermals französische Soldaten, welche die Burg niederbrannten. Als Residenz diente sie da schon lange nicht mehr, denn die Grafen von Leiningen-Hardenburg hatten sich in der Stadt ein Schloss bauen lassen und hatten ihren Wohnsitz 1725 dorthin verlegt.

Sollten Sie einmal in die Nähe von Burghausen in Bayern kommen, so planen Sie unbedingt einen Besuch der dortigen Burg ein. Mit über einem Kilometer Länge ist sie die längste Burg Europas. Das Aussehen wird durch die vielen kleineren Vorhöfe, die jeweils ummauert sind und eigene Toranlagen haben, bestimmt. Insgesamt gibt es 6 davon. Der Burgweg, welcher heute am Parkplatz im ehemaligen Wehrgraben beginnt, zieht sich dann über den Kamm eines, die Stadt beherrschenden Hügels in einer Höhe von ca. 400 m über Normalnull bis hin zur Hauptburg. Diese war bis 1504/1505 Residenz der bayrischen Wittelsbacher.

Auch als Filmkulisse diente die Burganlage bereits mehrfach. Teile von Wickie auf großer Fahrt, 1 1/2 Ritter und eine der Neuverfilmungen von „Die 3 Musketiere“ wurden hier gedreht. Die Hauptburg beherbergt ein Museum und in der ehemaligen Burgkapelle der Burg kann man sich äußerst romantisch trauen lassen.

wird fortgesetzt…….

Von |2019-04-02T11:16:58+01:00April 2nd, 2019|Burgentipps|0 Kommentare

Klein aber mein

Kleine und Kleinste Burganlagen

 

Ruine Schadeck (Schwalbennest) bei Neckarsteinach

Ruine Schadeck (Schwalbennest) bei Neckarsteinach/BaWü, Eigene Aufnahme

Während sich viele Touristen und Burgenbegeisterte an den größeren Anlagen zu bestimmten Zeiten stauen und gegenseitig auf die Füße treten, finden kleinere Anlagen kaum Beachtung. Ein Beispiel hierfür ist die Burg Schadeck im Neckartal bei Neckarsteinach. Nicht viele machen sich die Mühe, nach einem Besuch der 3 anderen Burgen in diesem Ort sich auch noch zu dieser kleinen Ruine aufzumachen.

Dabei hat sie alles zu bieten, was andere, größere Anlagen auch besitzen:

einen Halsgraben, eine Schildmauer in beträchtlicher Höhe, sogar eine „Pechnase“ oder Wehrerker befindet sich in einem Mauereck über dem Zugang.

Wie der Burg Schadeck ergeht es vielen „Kleinburgen“. Sie werden kaum wahrgenommen, höchstens kurz besucht und dann geht es weiter. Zugegebenermassen sind die größeren Anlagen auch weit interessanter, wenn man sich auf die baulichen Relikte beschränkt, die Geschichte der kleinen Anlagen ist aber teilweise genau so interessant, wie die größerer Anlagen. Kehren wir also zurück zur Schadeck. Die Burg wurde 1335 von Erzbischof Balduin von Trier unrechtmäßig auf dem Grund und Boden der Landschad von Steinach erbaut (nach Th. Steinmetz 2008) und der Bauplatz erst nachträglich für 400 Pfund Heller gekauft. Wie kam es nun dazu, dass ein Trierer Erzbischof am unteren Neckar Burgen baute? Balduin war damals auch Verwalter der Bistümer Mainz, Worms und Speyer, und in deren Namen erbaute er wohl diese Burg. Ziel war es, den Fluss an dieser Stelle kontrollieren zu können. Bereits 1364 sollte das Erzstift Mainz die Burg an Worms „zurückgeben“.  Es existieren 2 Urkunden des Papstes Urban V. worin der EB von Mainz (Gerlach) hierzu aufgefordert wurde. Dies scheint jedoch unterblieben zu sein, da im Jahr 1380 der EB von Mainz (Adolf) seine Zustimmung zu einer Pfandauslösung gibt. Die Schadeck wurde danach mehrfach verpfändet und kam dann doch noch an die Familie der Landschad von Steinach.

Burg Blumenstein

Burg Blumenstein bei Schönau/Pfalz, Eigene Aufnahme

Die Burg Blumenstein liegt wie ein Dornröschenschloß mitten im Grenzwald zwischen Deutschland und Frankreich. Ihre Geschichte ist auch heute noch nicht restlos aufgeklärt (Ich verweise auf meine Publikation hierzu unter DOWNLOADS).

Wer die kleine Anlage mitten im Wald erbaute, darüber kann und wird immer noch diskutiert. Fakt ist, dass 1332 sich erstmals ein Ritter nach der Anlage nennt, nämlich Anselm von Batzendorf, genannt von Blumenstein. Die Burg lag in einem bereits von anderen Parteien beanspruchten Territorium, und so konnte sich Anselm nicht lange an ihrem Besitz erfreuen. Zunächst ging die Anlage unter nicht ganz geklärten Umständen an die Herren von Fleckenstein, dann an die Herren von Dahn. 

Das Ende der Burg scheint ebenso ungeklärt wie ihr Beginn, vermutlich ließ man sie einfach verfallen. Weshalb lohnt der Besuch der Anlage?

In einer Felsenkammer findet sich eine ausgehauene Laufradgrube. Solches hat sich nicht oft erhalten. Ob dieses Laufrad einen Lastkran bediente, eine Zugbrücke senkte und hob oder etwa beides, darüber könnt ihr euch ja bei einem Besuch selbst ein Bild machen.

Weitere Kleinburgen mit Infos dazu gibt es auf Nachfrage unter KONTAKT !!

Von |2019-02-12T16:39:34+01:00Februar 11th, 2019|Burgentipps|0 Kommentare